Sichtbarkeit.
Endlich komme ich dazu, die letzte "Kultur Politik" zu lesen. Das ist das Magazin des Bundesverbands bildender Künstlerinnn und Künstler (BKK). Das Heft ist ein Special zum Thema "Bildende Künstler:Innen auf Social Media". Erschienen 2025 wohlgemerkt und nicht etwa 2010. Ist das zu fassen?
Ich schlage auf und es riecht nach Mottenkugeln.
Honoré de Balzac griff eine wesentliche Herausforderung der Kunstschaffenden bereits um 1840 in seinen „illusions perdues“, seinen „verlorenen Illusionen“:
„Für Künstler ist das größte Problem,
das es zu lösen gilt, sich im Blickfeld
der Öffentlichkeit zu platzieren.“
(„Pour les artistes, le grand problème
à resoudre est de se mettre en vue.“ ).
Das gilt natürlich nicht nur für die Kunst, sondern jedes Engagement und jedes Unternehmen, das auf eine Interaktion mit Publikum oder Kundschaft angewiesen ist: freie Berufe, Designer, Architekten, Fotografen, grüne Berufe, Winzer, Manufakturen KMUs etc. pp.
Gesehen zu werden ist eine Bring- und keine Holschuld. Ist edas tatsächlich noch immer nicht angekommen?
„Visibility is a tricky thing; is someone visible when you can point her out in a crowd, or when you understand what her life feels like to her?“
Stacey d’Erasmo
carpe diem.
Wer mehr wissen will, ruft mich an:
0671.79083010